Teil 3: „Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation…“

Kennen Sie das? In einem Ihrer letzten Bereichsmeetings haben Sie Ihren Mitarbeiter*innen die Notwendigkeit eines anstehenden betriebsinternen Veränderungsprojekts erläutert, das Ganze wurde protokollarisch hinterlegt und an alle Teilnehmer*innen des Meetings verschickt. Kurze Zeit später haben Sie noch einmal per Mail auf das Veränderungsprojekt hingewiesen und plötzlich  – auf genau dieses Projekt in einem der nächsten Meetings hinweisend – schauen Sie in betretene und ratlose Gesichter. Irgendjemand aus Ihrem Bereichsteam ergreift schließlich das Wort und beschwert sich gar bitterlich darüber, dass man „mal wieder überhaupt nicht informiert“ worden sei.

Eine unserer wesentlichsten Beratungserfahrungen der letzten Jahre begründet sich immer wieder in dem sehr menschlichen Phänomen der „selektiven Wahrnehmung“. Sie haben geglaubt, Sie hätten ausreichend über ein anstehendes Projekt informiert (tatsächlich hätten Sie in dem o.g. Beispiel ja sogar über drei verschiedene Kanäle kommuniziert!), die (subjektive und sehr selektive) Wahrnehmung Ihrer Mitarbeiter*innen stellt sich aber komplett anders dar.

Mit anderen Worten: Sie können NIE ZU VIEL über Veränderungsvorhaben und über die daraus resultierenden Projekte reden… ! Aus der Perspektive der von den Projektergebnissen betroffenen Mitarbeiter*innen wird generell eher immer zu wenig über das Anstehende kommuniziert.
Daher unser Tipp: Machen Sie sich im Vorfeld Ihrer Projekte konkrete Gedanken darüber, wer zu welchem Zeitpunkt Ihres Projektes auf welchem Weg über was genau informiert werden sollte. Diesen Kommunikationsplan halten Sie sehr genau ein, im Idealfall übererfüllen Sie ihn sogar, denn:

KOMMUNIKATION, KOMMUNIKATION und KOMMUNIKATION sind die drei Grundtugenden eines erfolgreichen und nachhaltigen Veränderungsmanagements!

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